CBD Sativa oder Indica: Welche Sorte hat einen höheren CBD-Gehalt?

CBD Sativa oder Indica: Welche Sorte hat einen höheren CBD-Gehalt?
Jan 3, 2026

Die Frage, ob CBD-Sativa oder CBD-Indica einen höheren Gehalt an Cannabidiol hat, ist eine der am häufigsten gestellten Fragen bei Menschen, die zum ersten Mal mit CBD-Blüten experimentieren. Die Antwort ist einfach: Es macht keinen Unterschied. Weder Sativa noch Indica ist von Natur aus reicher an CBD. Der CBD-Gehalt hängt nicht von der Pflanzenart ab, sondern von der spezifischen Züchtung und dem Anbau.

Warum die Sativa-Indica-Unterscheidung irreführend ist

Viele Menschen glauben, dass Sativa-Pflanzen energiegeladen und Indica-Pflanzen entspannend wirken - und dass diese Wirkungen direkt mit dem CBD-Gehalt zusammenhängen. Das ist ein Mythos. Die klassische Einteilung in Sativa und Indica stammt aus der Zeit, als Cannabissorten hauptsächlich nach ihrer Wirkung und Form unterschieden wurden. Heute wissen Wissenschaftler: Die chemische Zusammensetzung einer Pflanze wird nicht von ihrer botanischen Herkunft bestimmt, sondern von ihren Genen.

Einige Sativa-Sorten haben nur 1 % CBD, während andere bis zu 20 % enthalten. Genauso gibt es Indica-Sorten mit 0,5 % CBD und andere mit 18 %. Die Bezeichnung „Sativa“ oder „Indica“ sagt nichts über den CBD-Gehalt aus - sie beschreibt nur die Wuchsform und die typischen Wirkungen, die durch den Terpenen- und THC-Gehalt entstehen.

Was wirklich den CBD-Gehalt bestimmt

Der CBD-Gehalt einer Blüte wird von drei Faktoren bestimmt:

  1. Genetik der Pflanze: Züchter haben seit den 2010er Jahren gezielt Sorten entwickelt, die reich an CBD und arm an THC sind. Diese werden als „CBD-dominant“ bezeichnet. Beispiele sind „Charlotte’s Web“, „Harlequin“ oder „ACDC“. Diese Sorten kommen sowohl als Sativa- als auch als Indica-Hybriden vor.
  2. Anbaubedingungen: Licht, Temperatur, Bodenqualität und Bewässerung beeinflussen die Produktion von Cannabinoiden. Eine Pflanze, die unter Stress steht, produziert oft weniger CBD.
  3. Erntezeitpunkt: CBD steigt in den Blüten während der Blütephase an, erreicht seinen Höhepunkt meist zwischen der 7. und 9. Woche und fällt danach wieder ab, wenn THC in Cannabinol (CBN) umgewandelt wird. Wer CBD maximal nutzen will, erntet genau zum richtigen Zeitpunkt.

Einige Anbieter werben mit „CBD-Sativa“ oder „CBD-Indica“, um den Eindruck zu erwecken, dass die Pflanzenart den CBD-Gehalt bestimmt. Das ist Marketing - keine Wissenschaft.

Was du stattdessen prüfen solltest

Wenn du nach CBD-Blüten suchst, ignoriere die Bezeichnungen „Sativa“ oder „Indica“ und konzentriere dich stattdessen auf diese drei Dinge:

  • CBD-Gehalt in Prozent: Suche nach Produkten, die den genauen CBD-Gehalt auf dem Etikett angeben. Ein seriöser Anbieter gibt immer einen Laborwert an - meist zwischen 10 % und 25 %.
  • THC-Gehalt: In der EU darf THC in CBD-Produkten maximal 0,2 % betragen. Achte darauf, dass der Wert unterhalb dieser Grenze liegt.
  • Drittlabor-Testberichte: Jede echte CBD-Blüte sollte mit einem Zertifikat geliefert werden, das von einem unabhängigen Labor stammt. Dort wird nicht nur CBD und THC gemessen, sondern auch Schwermetalle, Pestizide und Schimmelpilze.

Ein Beispiel: „Harlequin“ ist eine Indica-dominante Hybride mit etwa 15 % CBD und nur 0,8 % THC. „Sour Space Candy“ ist eine Sativa-dominante Sorte mit 18 % CBD und 0,1 % THC. Beide haben fast denselben CBD-Gehalt - aber unterschiedliche Wirkungen, weil ihre Terpene anders sind.

Vergrößerte Darstellung von CBD-Molekülen über einer Cannabis-Pflanze mit Sativa- und Indica-Silhouetten.

Warum die Wirkung trotzdem unterschiedlich sein kann

Obwohl CBD selbst nicht euphorisch wirkt, beeinflussen andere Inhaltsstoffe, wie Terpene und Flavonoide, wie du dich nach dem Konsum fühlst. Sativa-ähnliche Sorten enthalten oft mehr Limonen und Pinene - das kann wach und konzentriert machen. Indica-ähnliche Sorten haben oft mehr Myrcen und Linalool - das wirkt beruhigend.

Das bedeutet: Du kannst eine Sativa-Sorte mit hohem CBD wählen, wenn du tagsüber Entspannung ohne Müdigkeit willst. Oder eine Indica-Sorte mit hohem CBD, wenn du abends abschalten willst. Die Wirkung hängt nicht vom CBD-Gehalt ab - sondern vom gesamten Pflanzenprofil.

Was du bei der Auswahl vermeiden solltest

Viele Anbieter verkaufen „CBD-Blüten“ mit nur 1-3 % CBD und behaupten, sie seien „stark“ oder „premium“. Das ist irreführend. Ein echtes CBD-Produkt sollte mindestens 10 % CBD enthalten, um spürbare Effekte zu haben.

Vermeide auch Produkte, die nur „hoch CBD“ oder „CBD-reich“ sagen, aber keine Zahlen nennen. Ein seriöser Anbieter gibt dir den genauen Wert - und beweist ihn mit einem Laborbericht. Wenn du keinen QR-Code oder Link zu einem Testbericht findest, lass es bleiben.

Person hält Laborbericht mit CBD-Werten in einem Kräuterladen, QR-Code sichtbar.

Die Wahrheit über CBD-Sativa und CBD-Indica

Es gibt keine höhere CBD-Sorte zwischen Sativa und Indica. Die Unterscheidung ist biologisch irrelevant für den CBD-Gehalt. Was zählt, ist die Züchtung, der Anbau und die Transparenz des Anbieters.

Wenn du CBD für Schlaf, Schmerzen oder Angst suchst, wähle eine Sorte mit mindestens 12 % CBD, einem THC-Wert unter 0,2 % und einem verifizierten Laborbericht. Ob sie als „Sativa“ oder „Indica“ vermarktet wird, ist egal - solange sie wirkt, was du brauchst.

Was du als Anfänger tun solltest

Beginne mit einer niedrigen Dosis - etwa 10-15 mg CBD pro Tag. Beobachte, wie dein Körper reagiert. Nach einer Woche kannst du langsam erhöhen. Nutze immer Produkte, die du vertraust. Und vergiss nicht: CBD wirkt nicht sofort wie ein Medikament. Es baut sich im Körper auf und zeigt seine Wirkung oft erst nach mehreren Tagen.

Hat Sativa mehr CBD als Indica?

Nein. Der CBD-Gehalt hängt nicht davon ab, ob eine Pflanze als Sativa oder Indica klassifiziert wird. Es gibt Sativa-Sorten mit nur 2 % CBD und Indica-Sorten mit 20 % CBD. Entscheidend ist die genetische Züchtung, nicht die botanische Kategorie.

Wie erkenne ich eine echte CBD-Blüte?

Eine echte CBD-Blüte hat einen klaren, dritten Laborbericht, der den CBD- und THC-Gehalt sowie Schadstoffe auflistet. Der THC-Wert muss unter 0,2 % liegen, und der CBD-Gehalt sollte mindestens 10 % betragen. Achte auf QR-Codes oder Links zu den Testergebnissen.

Warum wirken manche CBD-Blüten beruhigend und andere anregend?

Das liegt nicht am CBD, sondern an den Terpenen - den ätherischen Ölen in der Pflanze. Sorten mit viel Myrcen wirken entspannend, Sorten mit viel Limonen anregend. CBD allein wirkt nicht euphorisch - aber das gesamte Pflanzenprofil beeinflusst deine Erfahrung.

Ist CBD aus Sativa besser für den Tag und CBD aus Indica besser für die Nacht?

Nicht unbedingt. Du kannst CBD aus einer Sativa-Sorte abends nehmen - und es wirkt genauso beruhigend, wenn der CBD-Gehalt hoch ist. Die Wirkung hängt nicht von der Sortenbezeichnung ab, sondern von deiner Dosierung und deinem individuellen Körper. Probiere aus, was für dich funktioniert.

Welcher CBD-Gehalt ist effektiv?

Für die meisten Menschen ist ein CBD-Gehalt von 10-20 % effektiv. Unter 5 % ist die Wirkung oft kaum spürbar. Beginne mit 10-15 mg pro Tag und erhöhe langsam, wenn nötig. Höhere Dosen (über 50 mg) sollten nur bei medizinischer Absprache eingesetzt werden.

Sabine Richter

Sabine Richter

Als Expertin in den Bereichen hhc h4cbd cbd thcp thcv hhc-p hhc-o helfe ich Menschen, das Beste aus ihren Erfahrungen mit CBD und Vaping zu machen. Ich bin fasziniert von der Wissenschaft und dem Potenzial hinter diesen Substanzen. Ich liebe es, mein Wissen über CBD, Vaping und verwandte Themen zu teilen und meinem Publikum zu helfen, informierte Entscheidungen zu treffen. Neben meiner Berufsarbeit schreibe ich gerne über meine Erlebnisse und Forschungen in diesem Bereich.