Kann man von Cannabis-Vodka high werden?

Kann man von Cannabis-Vodka high werden?
Nov 28, 2025

Wenn du schon mal von Cannabis-Vodka gehört hast, fragst du dich vielleicht: Kann man davon wirklich high werden? Die Antwort ist einfach: Ja, aber nicht so, wie du denkst. Und das ist der entscheidende Punkt.

Was ist eigentlich Cannabis-Vodka?

Cannabis-Vodka ist kein fertiges Produkt aus dem Supermarkt. Es ist ein selbstgemachtes Getränk, bei dem THC-reiche Cannabispflanzen (meist Blüten oder Konzentrate) in Alkohol eingeweicht werden. Der Alkohol löst das THC aus der Pflanze - ähnlich wie bei Tinkturen oder Cannabis-Öl. Der Vodka dient hier als Lösungsmittel, nicht als Träger für einen Rausch, wie bei Bier oder Wein.

Der Unterschied zu Cannabis-Bier oder -Soda ist klar: Bei diesen Produkten wird THC meist aus einem extrahierten Öl hinzugefügt. Bei Cannabis-Vodka bleibt die Extraktion im eigenen Glas. Und das macht alles anders.

Wie wirkt THC im Alkohol?

THC ist fett- und alkoholöslich. Das bedeutet: Alkohol kann es aus der Pflanze ziehen - aber nur, wenn du genug Zeit und die richtige Methode verwendest. Ein einfaches Einweichen für ein paar Stunden bringt kaum etwas. Du brauchst mindestens 24-48 Stunden, manchmal sogar mehrere Wochen, um eine nennenswerte Menge THC zu lösen. Und selbst dann ist die Konzentration oft ungleichmäßig.

Wenn du diesen Vodka trinkst, wird das THC über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen - genau wie bei Cannabis-Edibles. Das heißt: Kein schneller Kick wie beim Rauchen. Es dauert 30 bis 90 Minuten, bis du etwas spürst. Und dann kommt es oft plötzlich: starke Benommenheit, Schwindel, manchmal Angst oder Übelkeit. Alkohol verstärkt das noch.

Warum ist die Mischung gefährlich?

Alkohol und THC wirken beide auf das zentrale Nervensystem. Beide dämpfen Reaktionen, beeinträchtigen das Urteilsvermögen und verlangsamen die Atmung. Wenn du sie zusammen nimmst, addieren sich die Effekte nicht einfach - sie multiplizieren sich. Studien zeigen, dass die Kombination das Risiko für Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit und sogar Bewusstlosigkeit deutlich erhöht.

Ein Forscherteam der University of Colorado fand 2023 heraus, dass Menschen, die Cannabis und Alkohol gleichzeitig konsumieren, doppelt so oft einen starken Rausch erleben - und dreimal so häufig ins Krankenhaus kommen - als bei getrenntem Konsum. Kein Wunder: Der Körper hat keine Chance, die beiden Substanzen getrennt zu verarbeiten.

Eine Person auf dem Boden, erschöpft und verängstigt, mit einem leeren Glas in der Hand.

Wie viel THC ist überhaupt drin?

Das ist die größte Unsicherheit. Bei Cannabis-Vodka weißt du nie, wie viel THC du wirklich trinkst. Die Konzentration hängt von:

  • der Qualität der Cannabisblüten (THC-Gehalt von 10 % bis 30 %)
  • der Einweichdauer (24 Stunden vs. 4 Wochen)
  • der Temperatur (kälter = langsamerer Extraktionsprozess)
  • ob du den Vodka filtrierst oder nicht

Ein Teelöffel von einem selbstgemachten Cannabis-Vodka könnte genauso viel THC enthalten wie ein ganzer Joint - oder nur ein Bruchteil davon. Es gibt keine Standardisierung. Keine Etiketten. Keine Dosierung. Du experimentierst mit deinem Gehirn.

Was passiert, wenn du zu viel trinkst?

Ein überdosisierter Cannabis-Vodka kann zu extremen Symptomen führen:

  • starke Angstattacken oder Paranoia
  • Übelkeit und Erbrechen (manchmal bis zu mehreren Stunden)
  • Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit
  • Herzrasen oder unregelmäßiger Puls
  • in seltenen Fällen: Bewusstlosigkeit oder Atemdepression

Das ist kein „Party-Rausch“. Das ist eine medizinische Notlage. Viele Menschen, die Cannabis-Vodka probiert haben, berichten, dass sie nach dem Trinken stundenlang auf dem Boden lagen, sich nicht bewegen konnten und Angst hatten, sie würden sterben. Und das, obwohl sie nur einen kleinen Schluck genommen hatten.

Warum gibt es keine legalen Produkte?

In Ländern wie Kanada oder einigen US-Bundesstaaten gibt es bereits THC-Getränke - aber sie sind streng reguliert. Sie enthalten genau 5-10 mg THC pro Flasche, sind klar gekennzeichnet, und die Herstellung erfolgt unter Laborbedingungen. Kein Hausgebrauch. Kein „Selbermachen“.

Die meisten Cannabis-Vodka-Rezepte im Internet sind nicht nur unsicher - sie sind illegal. In Deutschland ist THC in jeglicher Form (außer in zugelassenen Medikamenten) verboten. Selbst wenn du Cannabis aus dem eigenen Anbau verwendest: Die Herstellung eines alkoholischen THC-Getränks verstößt gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Klinisch geordnete THC-Getränke mit klaren Etiketten in einem Labor.

Was ist eine sichere Alternative?

Wenn du Cannabis und Getränke kombinieren willst, gibt es bessere Wege:

  • Trinke ein CBD-Getränk - das ist legal, nicht psychoaktiv und wirkt beruhigend.
  • Verwende ein zertifiziertes THC-Öl in der richtigen Dosis (wenn du in einem Land lebst, wo es erlaubt ist).
  • Trinke einfach Wasser oder Tee, wenn du Cannabis konsumierst - das reduziert das Risiko von Dehydration und unangenehmen Nebenwirkungen.

Es gibt keinen Grund, dich mit selbstgemachten Alkohol-Cannabis-Mischungen zu riskieren. Die Risiken überwiegen bei Weitem den vermeintlichen Nutzen.

Was solltest du tun, wenn du schon getrunken hast?

Wenn du Cannabis-Vodka getrunken hast und dich unwohl fühlst:

  • Blieb ruhig. Panik macht es nur schlimmer.
  • Trinke Wasser. Dehydrierung verschlimmert die Symptome.
  • Sitze oder liege dich hin. Beweg dich nicht unnötig.
  • Vermeide weitere Alkohol- oder Drogenzufuhr.
  • Wenn du dich extrem schlecht fühlst - ruf den Notruf. Sag klar: „Ich habe Cannabis mit Alkohol kombiniert.“ Das hilft den Ärzten, schnell zu helfen.

Du wirst dich in 2-6 Stunden wieder besser fühlen. Aber du wirst dich daran erinnern.

Fazit: Ja, du wirst high - aber nicht, weil du willst

Cannabis-Vodka bringt dich high - aber es ist kein Genussmittel. Es ist ein Risiko mit unkontrollierbaren Auswirkungen. Du kannst nicht dosieren. Du kannst nicht vorhersagen, wie du reagierst. Und du kannst nicht garantieren, dass es legal ist.

Wenn du Cannabis erleben willst, tu es auf eine sichere, kontrollierte Weise. Mit klaren Dosen. Ohne Alkohol. Ohne Experimente im Wohnzimmer. Dein Körper wird es dir danken.

Kann man von Cannabis-Vodka high werden?

Ja, man kann high werden - aber nur, weil THC im Alkohol gelöst ist und über den Magen aufgenommen wird. Der Effekt ist langsamer, stärker und schwerer vorhersehbar als beim Rauchen. Es ist kein kontrollierter Rausch - es ist ein Risiko.

Ist Cannabis-Vodka legal?

In Deutschland ist Cannabis-Vodka illegal. THC ist ein Betäubungsmittel, und die Herstellung von alkoholischen THC-Getränken verstößt gegen das Betäubungsmittelgesetz - egal, ob du das Cannabis selbst angebaut hast oder nicht.

Warum ist Cannabis-Vodka gefährlicher als Cannabis-Edibles?

Weil Alkohol die Wirkung von THC verstärkt und die körperlichen Reaktionen verschlimmert. Die Kombination erhöht das Risiko für Übelkeit, Verwirrung, Herzprobleme und Bewusstlosigkeit. Bei Edibles weißt du zumindest, wie viel THC drin ist - bei selbstgemachtem Vodka nie.

Wie lange hält die Wirkung an?

Die Wirkung setzt nach 30-90 Minuten ein und kann 6-12 Stunden anhalten - oft länger als bei Rauchen. Alkohol verlängert die Dauer, weil er die Aufnahme von THC im Körper verlangsamt.

Gibt es sichere THC-Getränke?

Ja - aber nur in Ländern mit regulierten Märkten, wie Kanada oder bestimmten US-Bundesstaaten. Diese Getränke enthalten genau 5-10 mg THC pro Portion, sind getestet und gekennzeichnet. In Deutschland sind solche Produkte nicht legal erhältlich.

Was ist eine bessere Alternative zu Cannabis-Vodka?

CBD-Getränke sind eine sichere, legale Alternative - sie wirken beruhigend, ohne high zu machen. Wenn du THC willst, nutze zertifizierte Öle mit klarer Dosierung. Trinke immer Wasser dazu und vermeide Alkohol.

Lena Seidel

Lena Seidel

Ich arbeite als Spezialistin in der Branche von hhc h4cbd, cbd, thcp, thcv, hhc-p und hhc-o. Als Profi in diesem Bereich, bin ich leidenschaftlich daran interessiert, die neuesten Entwicklungen und Trends in diesen dynamischen Themen zu erforschen. In meiner Freizeit schreibe ich gerne über Themen wie CBD und Vaping. Dabei stütze ich mich auf meine Expertise und meine jahrelange Erfahrung, um meinen Lesern wertvolle und fundierte Einblicke zu geben. Neben meiner Arbeit engagiere ich mich gerne in verschiedenen sozialen Projekten.