Wenn du HHC zum ersten Mal hörst, denkst du vielleicht: Ist das wieder so ein CBD-ähnlicher Stoff? Die Antwort ist ja - und nein. HHC, oder Hexahydrocannabinol, ist kein CBD, aber es kommt aus derselben Pflanze: der Hanfpflanze. Es ist ein synthetisch verändertes Cannabinoid, das in den letzten Jahren plötzlich in Läden, Online-Shops und auf Messen auftauchte. Aber was passiert wirklich, wenn du es konsumierst? Es geht nicht nur um einen Rausch - es geht um deinen Körper, deine Wahrnehmung und was du nachher fühlst.
Wie entsteht HHC und woher kommt es?
HHC wird nicht natürlich in großen Mengen in Hanf vorkommen. Stattdessen wird es aus CBD hergestellt, das aus legalen Hanfsorten extrahiert wird. Durch eine chemische Reaktion namens Hydrierung wird das CBD umgebaut - so ähnlich wie bei der Herstellung von Margarine aus Pflanzenöl. Dabei werden Wasserstoffatome an die Molekülstruktur angehängt. Das macht HHC stabiler, langlebiger und verändert seine Wirkung auf den Körper.
Das Ergebnis? Ein Cannabinoid, das ähnlich wie THC wirkt, aber nicht identisch ist. Es bindet an die gleichen Rezeptoren im Gehirn - vor allem CB1-Rezeptoren - aber mit geringerer Affinität. Das bedeutet: Die Wirkung ist sanfter, aber immer noch spürbar. Viele Nutzer beschreiben es als eine Mischung aus THC und CBD: weniger Angst, mehr Entspannung, aber immer noch ein leichter Kopfgefühl.
Was spürst du, wenn du HHC konsumierst?
Die Erfahrungen variieren stark - je nach Dosis, Methode und deiner individuellen Biochemie. Aber die häufigsten Berichte aus Nutzerforen und Testgruppen in Deutschland zeigen ein klares Muster:
- Leichte Euphorie: Ein warmes, angenehmes Gefühl im Körper, oft begleitet von einem leichten Lächeln. Kein rasanter Hochgefühl wie bei THC, eher wie ein entspannter Sonntagmorgen.
- Entspannung: Muskeln werden weicher, der Geist wird ruhiger. Viele nutzen HHC, um Stress abzubauen - besonders nach einem langen Tag.
- Leichte kognitive Veränderung: Du denkst nicht langsamer, aber deine Gedanken fließen anders. Manche berichten von kreativen Einblicken, andere von einem leichten Zeitgefühl, das sich verändert.
- Geringe Angst oder Paranoia: Im Vergleich zu THC ist HHC deutlich weniger wahrscheinlich, dass du dich unwohl oder verfolgt fühlst. Das ist ein Hauptgrund, warum viele es als „sicherere“ Alternative wählen.
Die Wirkung tritt meist innerhalb von 20 bis 40 Minuten ein, wenn du HHC als Tropfen oder Kapsel nimmst. Bei Vaping oder Rauchen spürst du sie oft schon nach 5 bis 10 Minuten. Die Dauer liegt zwischen 4 und 8 Stunden - länger als bei CBD, aber kürzer als bei starkem THC.
Wie unterscheidet sich HHC von CBD und THC?
Es ist leicht, alle drei zu verwechseln. Aber sie sind nicht gleich. Hier ist ein klarer Vergleich:
| Eigenschaft | HHC | CBD | THC |
|---|---|---|---|
| Psychoaktiv | Ja, leicht bis moderat | Nein | Ja, stark |
| Wirkdauer | 4-8 Stunden | 2-6 Stunden | 3-6 Stunden |
| Aufnahme (oral) | 20-40 Minuten | 30-90 Minuten | 30-60 Minuten |
| Rezeptorbindung (CB1) | Moderat | Sehr schwach | Stark |
| Legalität in Deutschland | Grauzone (unter 0,2% THC) | Legal (wenn THC < 0,2%) | Illegal |
HHC liegt also zwischen CBD und THC. Es ist nicht so stark wie THC, aber es wirkt - und das ist der entscheidende Unterschied zu CBD. Viele Menschen, die CBD ausprobiert haben und nichts spürten, finden bei HHC endlich das, wonach sie gesucht haben: eine sanfte, aber spürbare Wirkung.
Mögliche Nebenwirkungen - was du nicht ignorieren solltest
Nein, HHC ist kein Wundermittel. Und nein, es ist nicht völlig risikofrei. Obwohl es weniger Nebenwirkungen hat als THC, gibt es doch einige, die du kennen solltest:
- Übelkeit: Besonders bei höheren Dosen oder empfindlichen Mägen. Beginne mit wenig - 5-10 mg reichen oft aus.
- Augenrötung: Wie bei THC. Kein Grund zur Panik, aber ein Zeichen, dass dein Körper reagiert.
- Trockener Mund: Sehr häufig. Trink Wasser - das hilft sofort.
- Schläfrigkeit: Einige fühlen sich nach HHC müde, andere nicht. Es hängt von deiner Toleranz und der Dosis ab.
- Herzrasen: Selten, aber bei Menschen mit Herzproblemen oder Angststörungen möglich. Wenn du Medikamente nimmst, sprich vorher mit einem Arzt.
Ein wichtiger Hinweis: Die Qualität von HHC-Produkten variiert stark. Viele Produkte auf dem Markt enthalten nicht nur HHC, sondern auch andere synthetische Cannabinoide oder Lösungsmittelrückstände. Kaufe nur von Anbietern, die dritte-Partei-Tests (COA - Certificate of Analysis) veröffentlichen. Und nie ohne Prüfung auf Schwermetalle, Pestizide und Lösungsmittel.
Wie viel HHC ist sicher?
Es gibt keine offizielle empfohlene Dosis - aber Erfahrungswerte helfen:
- Anfänger: 5-10 mg - probiere erst mal aus, wie dein Körper reagiert.
- Mittlere Dosis: 10-20 mg - für Entspannung, leichte Schmerzlinderung, Stressabbau.
- Höhere Dosis: 20-30 mg - für intensivere Wirkung, aber Vorsicht: Du kannst dich überfordern.
Wichtig: Warte mindestens 90 Minuten, bevor du eine zweite Dosis nimmst. Viele Menschen machen den Fehler, zu schnell nachzuladen - und landen dann mit zu viel im Körper. HHC wirkt langsam, aber es bleibt auch länger.
Wie lange bleibt HHC im Körper?
Das ist eine der wichtigsten Fragen, besonders wenn du arbeitest, fährst oder regelmäßig auf Drogen getestet wirst. HHC wird im Körper ähnlich wie THC metabolisiert - und das bedeutet: Es kann in Urin- und Bluttests nachgewiesen werden.
Einige Laborstudien zeigen, dass HHC-Metaboliten bis zu 30 Tage nach der Einnahme nachweisbar sein können - besonders bei regelmäßigem Gebrauch. Das ist länger als bei CBD, aber ähnlich wie bei THC. Wenn du einen Drogentest erwartest, solltest du HHC komplett vermeiden. Es wird nicht als „legal“ oder „sicher“ erkannt - es wird als THC-ähnlich bewertet.
Was ist mit der Legalität?
In Deutschland ist die Situation komplex. HHC ist nicht explizit verboten - aber es ist auch nicht legalisiert. Es fällt in eine Grauzone: Wenn das Endprodukt weniger als 0,2 % THC enthält, wird es oft als „Hanfprodukt“ verkauft. Aber das ist eine juristische Lücke. Die Bundesopiumstelle und das BfArM haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass HHC als „neuartiges psychoaktives Substanz“ gilt und nicht in den legalen Hanfmarkt gehört.
Im Jahr 2025 haben mehrere Bundesländer begonnen, HHC-Produkte aus Apotheken und Cannabis-Shops zu entfernen. In Berlin, München und Köln wurden bereits mehrere Geschäfte kontrolliert. Der Trend geht klar in Richtung Verbotsregelung - nicht weil HHC gefährlich ist, sondern weil es nicht reguliert ist. Der Markt ist unkontrolliert. Keine Produktstandards. Keine Alterskontrolle. Keine Warnhinweise.
Wer sollte HHC vermeiden?
HHC ist nicht für jeden geeignet. Verzichte darauf, wenn du:
- Unter 18 Jahren bist
- Schwanger oder stillst
- Herzprobleme, Epilepsie oder Psychosen hast
- Medikamente einnimmst, die mit dem Leberenzym CYP3A4 interagieren (z. B. Blutverdünner, Antidepressiva)
- Angststörungen oder eine Vorgeschichte von Psychosen hast
Wenn du unsicher bist: Sprich mit einem Arzt. Nicht mit dem Verkäufer im Laden. Nicht mit einem Freund, der „schon alles probiert hat“. Ein Arzt kennt deinen Körper - und das ist wichtiger als jeder Online-Testbericht.
Was kommt als Nächstes?
HHC ist kein Trend, der verschwindet. Es ist ein Produkt der chemischen Innovation - und es zeigt, wie schnell der Markt auf Lücken reagiert. Aber es ist auch ein Warnsignal: Wir brauchen klare Regeln, nicht nur für HHC, sondern für alle synthetischen Cannabinoide. Solange es keine gesetzlichen Standards gibt, bleibt der Markt gefährlich.
Wenn du HHC ausprobierst, tue es bewusst. Mit wenig, mit Qualität, mit Respekt. Es ist kein Spielzeug. Es ist ein Cannabinoid - und es wirkt auf dein Gehirn. Und das ist etwas, das man nicht unterschätzen sollte.
Ist HHC legal in Deutschland?
HHC ist nicht explizit verboten, aber es befindet sich in einer juristischen Grauzone. Solange das Endprodukt unter 0,2 % THC liegt, wird es oft als „Hanfprodukt“ verkauft. Allerdings betrachten Behörden HHC als psychoaktive Substanz, die nicht zum legalen Hanfmarkt gehört. In mehreren Bundesländern wurden HHC-Produkte bereits aus dem Verkehr gezogen. Die rechtliche Lage ist unsicher und könnte sich schnell ändern.
Wird HHC in Drogentests erkannt?
Ja, HHC wird in vielen Standard-Drogentests als THC-ähnlich erkannt. Die Metaboliten, die dein Körper aus HHC bildet, sind chemisch ähnlich zu denen von THC und können in Urin- oder Bluttests nachgewiesen werden - oft bis zu 30 Tage nach der Einnahme. Wenn du einem Drogentest unterliegst, solltest du HHC komplett vermeiden.
Ist HHC gefährlicher als CBD?
Ja, HHC ist psychoaktiv - CBD nicht. Das macht den Unterschied. CBD hat kaum Nebenwirkungen und wirkt beruhigend ohne Veränderung der Wahrnehmung. HHC verändert dein Bewusstsein, wenn auch sanfter als THC. Es kann Übelkeit, Schläfrigkeit oder Herzrasen verursachen. Für Anfänger ist CBD die sicherere Wahl. HHC ist nur für diejenigen geeignet, die bewusst eine milde psychoaktive Wirkung suchen.
Wie lange hält die Wirkung von HHC an?
Die Wirkung von HHC hält zwischen 4 und 8 Stunden an, je nach Dosis und Einnahmeweg. Bei oraler Einnahme (Tropfen, Kapseln) dauert es länger, bis die Wirkung einsetzt - aber sie hält länger. Beim Vaping oder Rauchen wirkt es schneller, aber kürzer. Im Vergleich zu THC ist die Dauer ähnlich, aber die Intensität geringer.
Kann man von HHC abhängig werden?
Obwohl HHC weniger suchterzeugend ist als THC, ist eine psychologische Abhängigkeit möglich - besonders bei häufigem Gebrauch. Es verändert das Belohnungssystem im Gehirn. Wer es regelmäßig als Mittel zur Stressbewältigung nutzt, kann leicht dazu neigen, es immer öfter einzunehmen. Es gibt keine körperliche Entzugssymptomatik wie bei Alkohol oder Opioiden, aber psychische Abhängigkeit ist real.
Wo kann man sichere HHC-Produkte kaufen?
Es gibt keine offiziell zugelassenen HHC-Produkte in Deutschland. Wer sichere Produkte sucht, sollte nur Anbieter wählen, die unabhängige Laborberichte (COA) veröffentlichen - mit Prüfung auf HHC-Gehalt, Schwermetalle, Pestizide und Lösungsmittelrückstände. Vermeide Produkte ohne Transparenz. Kaufe nicht bei unbekannten Online-Shops oder von Privatpersonen. Qualität ist nicht garantiert - und das ist das größte Risiko.