Wenn du HHC-Produkte siehst - ob als Kapseln, Gummibärchen oder Vape-Carts - fragst du dich wahrscheinlich: HHC bringt mich wirklich so high wie THC? Die Antwort ist nicht einfach ja oder nein. Es hängt von deinem Körper, der Dosis und dem Produkt ab. Aber klar ist: HHC kann dich high machen. Nur anders als THC.
Was ist HHC eigentlich?
HHC steht für Hexahydrocannabinol. Es ist ein Cannabinoid, das natürlich in winzigen Mengen in der Hanfpflanze vorkommt, aber meistens synthetisch hergestellt wird. Es entsteht, wenn THC mit Wasserstoff behandelt wird - ein Prozess namens Hydrierung. Das verändert seine chemische Struktur leicht, macht es stabiler und länger haltbar. Im Vergleich zu THC ist HHC weniger anfällig für Licht und Wärme, was es für Hersteller attraktiv macht.
HHC ist kein THC-Abkömmling, aber auch kein völlig neues Molekül. Es bindet an dieselben Rezeptoren im Gehirn wie THC - vor allem CB1-Rezeptoren. Das ist der Grund, warum es psychoaktive Effekte hat. Aber die Bindung ist nicht so stark. Deshalb wirkt es für viele Menschen milder.
Wie stark ist HHC wirklich?
Studien und Nutzerberichte zeigen: HHC ist etwa 70 bis 80 % so stark wie Delta-9-THC. Das bedeutet: Wenn du mit 10 mg THC high wirst, brauchst du vielleicht 12 bis 15 mg HHC, um ähnliche Effekte zu spüren. Aber das ist individuell. Einige Menschen fühlen sich bei 5 mg HHC schon sehr entspannt, andere brauchen 20 mg, um überhaupt etwas zu spüren.
Die Wirkung ist oft beschrieben als: klarer, ruhiger, weniger anxious als THC. Viele berichten von einem sanften Hochgefühl, das nicht in Paranoia oder Verwirrung kippt. Es ist eher wie ein warmes, schweres Kribbeln im Körper, das den Kopf leicht leicht macht - aber nicht überwältigt. Kein rasanter Kick, kein Kater am nächsten Tag. Das macht HHC für viele zur bevorzugten Alternative.
Wie fühlt sich HHC im Vergleich zu THC an?
Stell dir vor, THC ist ein schneller Sportwagen. HHC ist ein guter, zuverlässiger SUV - nicht so schnell, aber komfortabler und stabiler. Beide bringen dich ans Ziel, aber der Weg fühlt sich anders an.
- THC: Starke, schnelle Wirkung, oft mit Gedankenkreisen, manchmal Angst oder Paranoia. Kann körperlich schwer machen, aber auch kreativ oder euphorisch stimmen.
- HHC: Langsamere, sanftere Einleitung. Kein plötzlicher „Kick“. Körperliche Entspannung steht im Vordergrund. Geistige Klarheit bleibt oft besser erhalten. Weniger wahrscheinlich, dass du dich verloren oder überfordert fühlst.
Ein Nutzer aus Berlin, der seit Jahren THC und HHC ausprobiert hat, sagte: „Ich benutze THC nur noch, wenn ich abschalten will. HHC nehme ich, wenn ich den Tag genießen will - ohne den Nachgeschmack von Überlastung.“
Wie lange hält die Wirkung an?
Die Dauer der Wirkung hängt von der Einnahmeform ab. Bei oraler Einnahme - also Kapseln oder Gummibärchen - beginnt die Wirkung nach 30 bis 90 Minuten. Sie erreicht ihren Höhepunkt nach 2 bis 3 Stunden und hält 6 bis 8 Stunden an. Bei Inhalation - also Vape oder Rauchen - spürst du die Wirkung innerhalb von 5 bis 15 Minuten. Sie ist stärker, aber kürzer: 2 bis 4 Stunden.
Im Vergleich zu THC ist HHC etwas länger haltbar im Körper. Das liegt an seiner chemischen Stabilität. Es wird langsamer abgebaut. Das kann bedeuten, dass du länger high bist - aber nicht unbedingt stärker.
Kann HHC dich abhängig machen?
Es gibt keine klaren Beweise, dass HHC stärker abhängig macht als THC. Aber es gibt auch keine langfristigen Studien. HHC ist seit 2020 auf dem Markt - zu kurz, um echte Abhängigkeitsmuster zu erkennen. Was wir wissen: Wer regelmäßig THC konsumiert, kann auch auf HHC eine Toleranz aufbauen. Das bedeutet: Du brauchst mit der Zeit mehr, um denselben Effekt zu bekommen.
Wenn du HHC regelmäßig nimmst, kann es sein, dass du dich nach einigen Tagen ohne es unwohl fühlst - leicht gereizt, müde, oder mit Schlafproblemen. Das ist kein Entzug wie bei Alkohol oder Nikotin, aber es ist ein körperliches Signal: Dein System hat sich angepasst.
Wie sicher ist HHC?
Ein großes Problem: Die meisten HHC-Produkte sind nicht reguliert. Es gibt keine gesetzlichen Standards für Reinheit, Dosierung oder Zusatzstoffe. Einige Hersteller verwenden chemische Lösungsmittel, die Rückstände hinterlassen. Andere mischen HHC mit synthetischen Cannabinoiden - wie K2 oder Spice - die gefährlich sein können.
Ein Laborbericht aus Hamburg 2025 untersuchte 17 HHC-Vape-Carts. In 6 davon fanden sich Spuren von unnötigen Lösungsmitteln. In 2 war HHC gar nicht der Hauptwirkstoff - stattdessen war ein anderes synthetisches Cannabinoid drin, das in der EU verboten ist.
Das heißt: Kaufe nur von Anbietern, die dritte-Partei-Tests veröffentlichen. Suche nach Zertifikaten mit dem Titel „Certificate of Analysis“ (CoA). Diese zeigen, was wirklich im Produkt ist - und was nicht.
Was passiert, wenn du HHC mit Medikamenten mischst?
HHC wird über die Leber abgebaut - genau wie viele Medikamente. Das kann zu unerwarteten Wechselwirkungen führen. Besonders riskant ist es mit:
- Antidepressiva (SSRIs)
- Beruhigungsmittel (Benzodiazepine)
- Blutverdünner wie Warfarin
- Blutdruckmittel
Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst, sprich mit deinem Arzt, bevor du HHC ausprobierst. Nicht weil es automatisch gefährlich ist - sondern weil du nicht weißt, wie dein Körper reagiert.
Was ist mit Drogentests?
HHC kann in Drogentests als THC erkannt werden. Die meisten Standardtests suchen nach THC-Metaboliten - und HHC wird im Körper in ähnliche Verbindungen umgewandelt. Das bedeutet: Selbst wenn du nur HHC genommen hast, kannst du einen positiven Test bekommen. Das gilt für Urin-, Blut- und Haartests.
Es gibt keine zuverlässige Möglichkeit, HHC von THC zu unterscheiden, wenn du nur einen Standardtest machst. Wenn du arbeitest, führst du einen Führerschein oder bist in einer Sportliga - dann ist HHC kein sicherer Ausweg.
Wie fängst du an, wenn du HHC ausprobieren willst?
Wenn du HHC zum ersten Mal ausprobierst, geh langsam vor.
- Beginne mit 5 mg. Das ist eine sehr niedrige Dosis - besonders bei oraler Einnahme.
- Warte mindestens 2 Stunden. Nicht nach 30 Minuten nochmal nehmen. HHC braucht Zeit, um zu wirken.
- Vermeide Alkohol und andere Substanzen. Sie verstärken die Wirkung unvorhersehbar.
- Nimm es zu Hause. Erst wenn du weißt, wie dein Körper reagiert, probier es in anderen Umgebungen.
- Suche nach CoAs. Nur Produkte mit transparenten Laborergebnissen kaufen.
Und vergiss nicht: HHC ist kein Medikament. Es ist ein Genussmittel - und wie jeder Genussmittel sollte man es mit Respekt behandeln.
Was kommt als Nächstes?
HHC ist nur ein Teil einer größeren Entwicklung. In den nächsten Jahren werden wir mehr Cannabinoid-Alternativen sehen - wie H4CBD, THC-P, oder Delta-8. Sie alle versprechen ähnliche Effekte wie THC - aber legaler, stabiler, milder. Doch die Forschung bleibt hinter der Marktentwicklung zurück. Was heute als „sicher“ verkauft wird, könnte morgen als gefährlich gelten.
Die beste Strategie? Bleib informiert. Kaufe nur von vertrauenswürdigen Anbietern. Und hör auf deinen Körper. Wenn du dich unwohl fühlst, hör auf. HHC ist nicht die Lösung für alles. Aber für viele ist es eine sanftere Alternative - wenn man es verantwortungsvoll nutzt.
Ist HHC legal in Deutschland?
HHC ist rechtlich in einer Grauzone. Es ist nicht als Cannabis oder THC klassifiziert, da es synthetisch hergestellt wird. Aber es wirkt ähnlich wie THC. Die Bundesopiumstelle und das BfArM warnen vor HHC-Produkten und betrachten sie als potenziell gesundheitsschädlich. Der Verkauf ist nicht explizit verboten, aber viele Händler wurden bereits abgemahnt. Es besteht rechtliches Risiko.
Kann HHC bei Angstzuständen helfen?
Einige Nutzer berichten, dass HHC ihre Angst lindert - besonders im Vergleich zu THC, das Angst oft verschlimmert. Das liegt an der mildereren Wirkung und der geringeren Neigung zu Gedankenkreisen. Allerdings gibt es keine klinischen Studien, die das belegen. Wer unter Angststörungen leidet, sollte HHC nicht als Ersatz für Therapie oder Medikamente nutzen.
Ist HHC besser als CBD?
CBD und HHC sind völlig unterschiedlich. CBD ist nicht psychoaktiv - es macht nicht high. Es wirkt beruhigend, entzündungshemmend und kann Schlaf oder Schmerzen lindern. HHC ist psychoaktiv - es macht high, aber milder als THC. Wenn du high werden willst, ist HHC die Wahl. Wenn du nur Entspannung ohne Wirkung suchst, ist CBD besser.
Warum ist HHC so teuer?
HHC ist teuer, weil die Herstellung komplex ist. Es wird aus CBD oder THC synthetisiert - ein Prozess, der spezielle Chemikalien, Laborausrüstung und Fachwissen erfordert. Außerdem müssen viele Hersteller teure Tests durchführen, um sicherzustellen, dass keine gefährlichen Rückstände enthalten sind. Der Preis spiegelt die Produktionskosten wider - nicht den „High-Faktor“.
Kann ich HHC mit CBD kombinieren?
Ja, viele Menschen kombinieren HHC mit CBD, um die Wirkung abzumildern. CBD kann die psychoaktiven Effekte von HHC dämpfen - besonders bei höheren Dosen. Das nennt man auch den „Entourage-Effekt“. Ein Produkt mit 10 mg HHC und 5 mg CBD kann eine sanftere, länger anhaltende Wirkung haben als reines HHC. Achte aber auf die Dosierung - zu viel CBD kann die Wirkung zu stark abschwächen.